Modellbahnbauer: Märklin verhandelt über Gehaltskürzungen - DER SPIEGEL
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Modellbahnbauer Märklin verhandelt über Gehaltskürzungen

Die Belegschaft des Modellbahnherstellers Märklin muss sich auf Einbußen beim Gehalt einstellen. Angesichts weiterhin hoher Kosten sprechen Management und Arbeitnehmer über Einschnitte.
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Hamburg - Der schwäbische Modellbahnhersteller Märklin will beim Gehalt seiner Mitarbeiter sparen. "Wir wollen die Lohnzahlung temporär anpassen", sagte Märklin-Chef Axel Dietz gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Das "Handelsblatt" berichtet in seiner morgigen Ausgabe von möglichen Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent. Dietz wollte die Zahl nicht kommentieren. "Es geht vor allem um variable Bestandteile wie das Weihnachts- oder Urlaubsgeld", sagte er lediglich. Auch über das Aussetzen von künftigen Tariferhöhungen wolle er mit den Arbeitnehmern sprechen. Betroffen seien alle Bereiche - von der Produktion bis zum Marketing.

Märklin hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Kostenbasis des Unternehmens sei nach wie vor zu hoch, um langfristig erfolgreich zu wirtschaften. Deshalb hat die Geschäftsführung Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen.

Europaweit beschäftigt Märklin rund 1000 Mitarbeiter. Im ersten Quartal 2008 hatte das Unternehmen aus Göppingen bei Stuttgart den Umsatz um 26 Prozent auf 22,7 Millionen Euro gesteigert. Auch der Auftragseingang war um zwölf Prozent auf 71 Millionen Euro gestiegen.

Anfang Mai 2006 hatte der britische Finanzinvestor Kingsbridge Capital nach langem Tauziehen Märklin übernommen und den Betrieb damit in letzter Sekunde vor der Insolvenz gerettet. Seitdem fuhr der Spielwarenhersteller einen harten Sanierungskurs und schloss unter anderem seine Produktionsstätte im thüringischen Sonneberg mit rund 220 Mitarbeitern.

suc/dpa