Modemarke: Jil-Sander-Kollektion wird billiger - DER SPIEGEL
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Modemarke Jil-Sander-Kollektion wird billiger

Nach dem erneuten Rückzug der Modedesignerin Jil Sander plant Mehrheitseigner Prada Preissenkungen bei den künftigen Kollektionen der Marke Jil Sander. Offenbar war die Billigstrategie des Konzerns Auslöser für die Trennung.
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Frankfurt - Ab der kommenden Handelsordersaison Januar 2005 solle es für die Männer-Kollektion Herbst/Winter 2005 günstigere "Einstiegspreisklassen" geben, berichtete das Magazin "Focus". Jil-Sander-Herrenhemden etwa würden dann zum Ladenpreis von rund 120 bis 140 Euro statt 200 Euro angeboten, Anzüge für etwa 850 Euro statt 1100 Euro, berichtet das Blatt unter Berufung auf Prada-Kreise.

Wie das Unternehmen in der vergangenen Woche mitteilte, hat sich die Modedesignerin Jil Sander erneut aus dem von ihr gegründeten Unternehmen zurückgezogen. Gründe waren nicht genannt worden. Der "Focus" berichtete, Jil Sander habe den vom Prada-Konzern geplanten Sparkurs mit billigerer Produktion und marktorientierter Markenausrichtung abgelehnt.

Die Designerin hatte das Unternehmen Anfang 2000 im Streit mit dem Mehrheitsaktionär, dem italienischen Schuh- und Modekonzern Prada, schon einmal verlassen. Vor eineinhalb Jahren war sie als Chefdesignerin in das Unternehmen zurückgekehrt.