Motorola: Mit Volldampf aus der Talsohle - DER SPIEGEL
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Motorola Mit Volldampf aus der Talsohle

Der Konjunkturaufschwung wird allmählich greifbar. Mit einer Verdreifachung seines Gewinns im Schlussquartal 2003 setzt der amerikanische Handy- und Chiphersteller Motorola den Reigen der positiven Quartalsberichte fort.
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Schaumburg - Das Unternehmen verdiente 489 Millionen Dollar gegenüber nur 174 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Quartalsumsatz stieg um knapp vier Prozent auf acht Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Der operative Gewinn der Handy-Sparte brach allerdings um 57 Prozent auf 127 Millionen Dollar ein. Motorola ist nach Nokia der zweitgrößte Handyproduzent der Welt.

Im Gesamtjahr fiel ein Gewinn von 893 Millionen Dollar an nach einem Verlust von 2,5 Milliarden Dollar 2002. Der Jahresumsatz schrumpfte leicht auf 27,1 (Vorjahr: 27,3) Milliarden Dollar. Pro Aktie verdiente Motorola 38 Cent gegenüber einem Minus von 1,09 Dollar im Vorjahr.

Anfang Januar war der langjährige Firmenchef Christopher Galvin von Ed Zander abgelöst worden, der vom Computerkonzern Sun Microsystems kommt. Motorola hatte im Vergleich zum Branchenführer Nokia in den vergangenen Jahren stark an Boden verloren. Zander betonte nun, es gebe wieder Umsatzwachstum, und es könne eine weitere Gewinnverbesserung erzielt werden.

In der Handy-Sparte brach das operative Ergebnis im vierten Quartal auf 127 Millionen Dollar ein. Im Vorjahr: waren es noch 294 Millionen Dollar. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Allerdings sei der Auftragseingang um 64 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar gestiegen, betonte Zander. Im Gesamtjahr ging der Sparten-Umsatz um zwei Prozent auf 10,98 Milliarden Dollar zurück, der Gewinn sank um 4,7 Prozent auf 479 Millionen Dollar.

Die Halbleitersparte steigerte den Quartalsumsatz um zwei Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn erhöhte sich von 18 Millionen Dollar im Vorjahr auf 25 Millionen Dollar. Der Jahresverlust wurde im Vergleich zu den 1,5 Milliarden Dollar des Vorjahres mit 297 Millionen Dollar drastisch reduziert. Der Umsatz sank im Gesamtjahr um drei Prozent auf 4,86 Milliarden Euro.

Zu Beginn der Woche hatte Motorola-Konkurrent Sony Ericsson den zweiten Quartalsgewinn in Folge nach einer jahrelangen Durststrecke mit hohen Verlusten präsentiert. Handy-Marktführer Nokia und Siemens legen ihre Zahlen am Donnerstag vor.