Motorola Präsident Zafirovski gibt sein Amt auf
Schaumburg - Motorola hatte vor kurzem eine Reorganisation angekündigt. Die Präsidenten der vier Geschäftssparten Mobilfunk, Netzwerke, Regierungsgeschäft sowie Unternehmens- und Mobilfunklösungen für den Hausgebrauch werden ab Ende Januar direkt dem Konzernchef und Verwaltungsratsvorsitzenden Ed Zander unterstellt.
Zafirovski werde sich auch im Mai nicht mehr zur Wiederwahl in den Motorola-Verwaltungsrat stellen, erklärte das Unternehmen. Er bleibe in der Übergangszeit als Berater verfügbar.
Der Rücktritt war schon seit längerem erwartet worden, nachdem der Manager bei der Neubesetzung des CEO-Postens im Dezember 2003 übergangen worden war. Damals war Ed Zander als Nachfolger von Christopher Galvin zum zuge gekommen.
Unter maßgeblicher Mitwirkung von Zafirovski hatte der Elektronik-Riese erst vor kurzem eine Offensive gestartet, um die Profitabilität zu sichern. Die Zahl der Geschäftsprozesse wurde deutlich reduziert und stärker standardisiert. Außerdem konnte die Zahl der Zulieferer von bisher etwa 40.000 erheblich reduziert werden. Als Zielmarke hatte Zafirovski kürzlich die Zahl von 30.000 Lieferanten genannt. Auch dieser Schritt soll dazu beitragen, die operative Gewinnmarge auf zwölf bis 14 Prozent zu steigern, die derzeit etwa 9,7 Prozent erreicht.
Die Börse reagierte auf die Nachricht vom Rücktritt Zafirovskis gelassen. Die Aktien von Motorola legten im frühen Handel am Mittwoch um 0,66 Prozent auf 16,75 Dollar zu.