Motorola: Weitere Stellenstreichungen geplant - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Motorola Weitere Stellenstreichungen geplant

Der Handy-Hersteller sieht immer noch kein Licht am Ende des Tunnels. Da hilft nur sparen: Konzernchef Galvin hat jetzt weitere Massenentlassungen angekündigt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Schaumburg - Der amerikanische Elektronikkonzern Motorola   will die Belegschaft um weitere 7000 Stellen reduzieren. Damit hätte das Unternehmen nunmehr insgesamt 39.000 Beschäftigte auf die Straße gesetzt. Das entspricht einem Viertel der Arbeitsplätze.

4000 Stellen sollen über den Verkauf von Konzernsparten wegfallen. Der Rest soll durch Streichungen und die Nichtbesetzung frei werdender Stellen zusammenkommen. Dies teilte Motorola-Präsident Robert Growney am Mittwoch mit. Der weltweit zweitgrößte Handy-Anbieter hatte gestern einen Quartalsverlust bekannt gegeben und erwartet auch für die kommenden Quartale keine deutliche Verbesserung der Gewinnaussichten.

Terroranschläge machen weitere Prognosen unmöglich

Motorola-Konzernchef Christopher Galvin sagte, die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA machten Prognosen für die nächste Zeit sehr schwierig. Vor den Anschlägen habe es Anzeichen für einen Konjunkturaufschwung im ersten oder zweiten Quartal 2002 gegeben. Eine bevorstehende US-Steuersenkung könne die Unsicherheit, die angesichts der Militärschläge im Markt herrsche, jedoch ausgleichen.