Motorola: Zuversicht trotz Verlusten - DER SPIEGEL
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Motorola Zuversicht trotz Verlusten

Die Schwäche auf den Telekom- und Halbleitermärkten macht dem Motorola noch immer schwer zu schaffen. Im zweiten Quartal nacheinander verbuchte der US-Telekomausrüster operative Verluste - für die Analysten trotzdem kein Grund zur Besorgnis.
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Chicago - Das Unternehmen teilte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit, im zweiten Quartal betrage der operative Verlust ausgenommen Sonderposten 232 Millionen Dollar oder elf Cents je Aktie nach 551 Millionen Dollar oder 25 Cents je Aktie im zweiten Quartal 2000. Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit einem Verlust je Aktie von zwölf Cents gerechnet. Die Schätzungen lagen zwischen einem Verlust von zehn und 15 Cents.

Bereits im April hatte Motorola davor gewarnt, dass das Ergebnis im zweiten Quartal wohl ein paar Cents schlechter ausfallen werde als im Auftaktquartal 2001, als ein operativer Verlust von neun Cents verbucht wurde. Beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Rückgang von 19 Prozent auf 7,5 (Vorjahr 9,3) Milliarden Dollar.

Die Analysten der Dresdner Kleinwort Wasserstein sehen in den Zahlen keinen Grund zur Beunruhigung - im Gegenteil "Die Anleger sollten vorsichtigen Optimismus für eine Erholung im zweiten Halbjahr hegen."

In Anbetracht der Motorola-Pläne zur Restrukturierung und Kostensenkung rechnen die Experten mit einer Trendwende im Jahr 2002 oder 2003: Das Unternehmen senke Kosten durch den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen und stärke seine Wettbewerbsfähigkeit durch die Herstellung von GSM-Handys und durch zunehmende Auftragszahlen aus China. Daher hielten die Analysten ihre Wertung "Buy" für die Aktie aufrecht. Ihr Kursziel liege bei 20 Dollar.

"Motorola hat in unseren Augen eine Trendwende vor sich", sagten auch die Analysten von Merrill Lynch. Sie behielten ihre Wertung "Accumulate" bei. Eine Erholung Motorolas sei "plausibel".