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Motorsport

Opel-Chef Forster muss sparen. Auf der "Horrorliste" steht deshalb auch der Rückzug aus dem Motorsport.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rüsselsheim - Betroffen sei vor allem die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM), berichtet die "Financial Times Deutschland". Das Blatt zitiert einen Opel-Manager, wonach allein auf diese Weise rund 30 Millionen Euro eingespart werden sollen. Opel beendet damit ein ohnehin nur mäßig erfolgreiches Engagement: In der DTM belegten die Rüsselsheimer zuletzt regelmäßig hintere Plätze.

Der Rückzieher vom Motorsport ist nur ein Teil eines umfassenden Sanierungspaketes. Anfang der Woche hatte Opel-Chef Carl-Peter Forster die schlechtesten Zahlen in der Unternehmensgeschichte bekannt geben müssen. Das abgelaufene Geschäftsjahr hatte der Rüsselsheimer Autobauer mit einem Rekordverlust von 674 Millionen Euro geschlossen. Mit vorgezogenem Stellenabbau, Nullrunden beim Gehalt, der Kürzung des Weihnachtsgeldes und anderen Sparmaßnahmen will der Vorstand nun dafür sorgen, dass Opel spätestens 2003 wieder ein ausgeglichenes Ergebnis vorlegen kann.

Bayern künftig ohne Opel

Bereits Ende vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass Opel sich aus dem Sport-Sponsoring zurückziehen wird. Betroffen sind Engagements beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München, beim italienischen Spitzenklub AC Mailand und bei Frankreichs Traditionsverein Paris St.Germain. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" können allein durch die vorzeitige Kündigung bei Bayern München weitere 26 Millionen Euro eingespart werden. Schon länger stand fest, dass Opel auch die Unterstützung für den Tschtennis-Bundesligisten Borussia Düsseldorf zum Saisonende einstellt.