MSCI-Indizes Deutsche Aktien auf der Verliererseite
Frankfurt/Main - Gegenüber dem alten System sank die Gewichtung deutscher Papiere im viel beachteten All-Country-World- Index um genau ein Prozent, teilte Morgan Stanley Capital International (MSCI) am Wochenende mit.
Am 31. Mai soll das Barometer erstmals nicht nach der reinen Marktkapitalisierung eines Großunternehmens zusammen gestellt werden. Vielmehr sollen nur noch jene Aktien in die Berechnung einfließen, die sich nicht in Staatsbesitz oder den Händen von Großaktionären befinden.
Von der neuen Berechnungsmethode profitieren besonders US-Aktien, deren Anteil von 49,1 auf 55,3 Prozent steigt. Gleichzeitig sinkt der Anteil französischer Anteilsscheine um 1,2, der japanischer Papiere um 1,3 Prozentpunkte. In einer Übergangszeit bis zum 31. Mai 2002 werden der alte und neue Welt-Index parallel berechnet.
Weil viele ehemals staatliche Telefongesellschaften noch immer nicht vollständig privatisiert sind, verliert der Telekom-Sektor im Welt-Index von 8,2 auf 7,2 Prozent. Werte der Hochtechnologie steigern ihren Anteil gleichzeitig von 10 auf 11,5 Prozent. Während die Zahl der im Index vertretenen Unternehmen von 2066 auf 2258 Gesellschaften klettert, sinkt zugleich der Gesamtwert der aufgeführten Aktien von 18.764 auf 18.171 Milliarden US-Dollar.