Müde Multis
Amerikanische Konzerne werden ihrer ausländischen Firmentöchter zunehmend überdrüssig. Nach einer im US-Magazin »Fortune« zitierten Studie verkauften US-Multis von 1971 bis 1975 insgesamt 1359 ausländische Tochtergesellschaften -- etwa zehn Prozent des Gesamtbestandes an amerikanischen Auslandsniederlassungen. Gleichzeitig gingen die US-Investitionen in neue Auslandstöchter im Verhältnis zu den aufgelösten Auslands-Engagements von einer Quote von 3,3 auf 1,4 zurück. Die Amerikaner zogen sich vor allem aus Sparten mit technisch anspruchslosen Produkten und scharfer Konkurrenz wie Textilien, Lederwaren Reifen, Chemikalien für die Landwirtschaft und Getränken zurück. Zum Rückzug der US-Multis trugen vor allem die Dollar-Abwertung und der Aufstieg wettbewerbsstarker Großkonzerne in Europa bei.