Münchner Rück Tornados verhageln Ergebnis
München - Im Vorjahr hatte die Münchener Rück unter anderem wegen Veräußerungserlösen noch einen Überschuss von 4,1 Milliarden Euro ausgewiesen. Analysten hatten ein Minus von rund 90 Millionen Euro erwartet. Für den hohen Einbruch machte der Konzern Abschreibungen bei der Tochter Ergo, Milliardenschäden durch Tornados und Hagel in den USA sowie die Vorsorge für mögliche Steueränderungen in Deutschland verantwortlich. Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte den Konzern erneut herab.
Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Vor Steuern konnte die Münchener Rück einen Quartalsgewinn von 737 Millionen Euro ausweisen. Netto ergab sich jedoch ein Verlust von 365 Millionen Euro. Daraus folgt der Gesamtfehlbetrag im ersten Halbjahr von 603 Millionen Euro.
Das Eigenkapital des Konzerns stieg von 12,5 auf 15,1 Milliarden Euro. Angesichts eines kräftigen Aufwärtstrends seines Unternehmens sei die Herabstufung bei Standard & Poor's "weniger überzeugend", sagte Vorstandsmitglied Jörg Schneider. Die Herabstufung von "AA minus" auf "A plus" erschwert der Rückversicherung neue Verträge mit Erstversicherern sowie die eigene Refinanzierung.
Für das Gesamtjahr rechnet die Münchener Rück wie im Vorjahr mit einem Umsatz von rund 40 Milliarden Euro.