ÖL-AKTIEN Multis profitieren von Irak-Krise
Die Kriegsdrohungen von US-Präsident George W. Bush haben den Ölpreis auf das diesjährige Rekordniveau von über 28 Dollar je Fass Nordseeöl getrieben - mit entsprechend positiven Folgen für die Aktienkurse der Ölkonzerne. Insbesondere bei der britischen BP, die etwa 75 Prozent ihrer Gewinne mit der Ölförderung verdient, gibt es traditionell einen engen Zusammenhang zwischen Aktienkurs und Ölpreis. Trotzdem sind die Kurse der Ölmultis noch weit von den Höchstständen im vergangenen Jahr entfernt. Da sich die Erwartungen eines weltweiten Konjunkturaufschwungs zerschlagen haben, ist die Nachfrage nach Benzin und anderen Ölprodukten lange nicht so stark gestiegen, wie die meisten Analysten erwartet hatten. Entsprechend haben die Gewinne, beispielsweise von Shell, besonders bei der Verarbeitung und dem Verkauf von Ölprodukten, gelitten. Wenn es im Irak zu einem Krieg kommt und dabei möglicherweise auch noch in Saudi-Arabien Unruhen ausgelöst werden, erwarten Experten allerdings kräftige Kursgewinne bei den Multis. Die Ölindustrie gehörte zu den stärksten Unterstützern des Texaners Bush im letzten US-Präsidentenwahlkampf.