Musikplattformen MusicNet kostet zehn Dollar
Los Angeles - Mit dem Online-Angebot MusicNet wollen drei der weltgrößten Musikkonzerne das Kundenpotenzial der inzwischen abgeschalteten Tauschbörse Napster nutzen und Lieder über das Internet verkaufen. US-Kunden könnten von Dienstag an auf einer Website der Software-Firma RealNetworks zunächst aus 75.000 Liedern auswählen, teilte das Joint Venture aus RealNetworks, AOL Time Warner und der Bertelsmann Music Group (BMG) mit.
Nach Angaben von RealNetworks ist MusicNet in Deutschland nicht erhältlich. Der hiesige Start stehe noch nicht fest und hänge von den Lizenzverhandlungen ab.
In den USA können sich Abonnenten den Angaben zufolge für eine Gebühr von knapp zehn US-Dollar im Monat hundert Musikdateien herunterladen und noch einmal hundert Musikstücke per Streaming-Technologie anhören. Beim Streaming laufen Musikstücke wie bei einer Musikbox nach dem Start einmal ab.
MusicNet sei erhältlich über das neue Angebot RealOne, das den bekannten RealPlayer von RealNetworks mit der RealJukebox verknüpft. Mit RealOne sei auch das Brennen von CDs möglich, heißt es auf der Realnetworks-Website.
Am Montag war mit der unabhängigen US-Musikfirma Listen.com eines der ersten kostenpflichtigen Angebote für Online-Musik gestartet. Der MusicNet-Konkurrent PressPlay von Vivendi Universal und Sony Music plant sein Debüt noch im Dezember.