Nach Kursrutsch: Online-Broker lässt kurzarbeiten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Nach Kursrutsch Online-Broker lässt kurzarbeiten

Der Kursverfall an der Börse schlägt beim Online-Broker Comdirect durch: Er lässt über die Hälfte seiner Mitarbeiter kurzarbeiten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Vom 1. Oktober an kürzt der Comdirect-Vorstand Arbeitszeiten und Gehalt von 765 der 1300 Beschäftigten um ein Fünftel. Betroffen sind Mitarbeiter in den Call Centern und der Verwaltung. Das bestätigte ein Sprecher der Commerzbank-Tochter der "Financial Times Deutschland".

Der Comdirect-Betriebsrat stimmte der Kurzarbeit zu, um Kündigungen zu vermeiden, schreibt die Zeitung in ihrer Freitagausgabe weiter. Bis zu zwei Drittel des Unterschieds zum alten Nettoeinkommen übernehmen die Arbeitsämter, die die Kurzarbeit schon genehmigt hätten. Comdirect hatte bereits vorher angekündigt, bis zum Jahresende 150 Arbeitsplätze abzubauen. Dies soll allerdings nicht durch Entlassungen geschehen, sondern durch Fluktuation der Mitarbeiter.

Die beiden Comdirect-Konkurrenten Direkt Anlage Bank (DAB) und ConSors planen nach eigenen Angaben keine Kurzarbeit. "Wir haben derzeit keine derartigen Pläne", sagte ConSors-Sprecher Michael Kläver.