Nach Rekordgewinn Comdirect zahlt erstmals Dividende
Quickborn/Frankfurt am Main - Die beiden Comdirect-Großaktionäre Commerzbank und T-Online werden aufatmen. Nachdem der Broker 2002 nach Steuern noch 9,76 Millionen Euro Verlust machte, blieben 2003 netto 23,36 Millionen Euro übrig. Vor Steuern stieg der Profit von 18,6 Millionen Euro 2002 auf 39,1 Millionen Euro 2003. Damit hat die Internet-Bank die Analysten-Erwartungen leicht übertroffen.
Der Gewinn ist der höchste seit Gründung der Bank 1994. Daher will Comdirect seinen Anteilseignern erstmals eine Dividende zahlen - pro Aktie 16 Cent. Für das Geschäftsjahr 2004 strebt der Broker eine Steigerung des Vorsteuerergebnisses um mehr als 15 Prozent an.
Die Aktien des Online-Brokers legten am Vormittag um vier Prozent auf 9,88 Euro zu und waren damit größter Kursgewinner im MDax "Endlich schwarze Zahlen bei Comdirect", sagte ein Händler. Die Aktien sind in diesem Jahr bereits um 30 Prozent gestiegen.
Comdirect hat die Profitwende geschafft, weil sich die allgemeine Erholung an den Wertpapiermärkten im Provisionsergebnis niedergeschlagen hat. Mit 6,4 Millionen seien im vergangenen Jahr 11,8 Prozent mehr Wertpapierorders ausgeführt worden als 2002, hieß es. Die Provisionserträge seien um 22,4 Prozent auf 96,7 Millionen Euro angewachsen, der Provisionsüberschuss um 7,7 Prozent auf 83,1 Millionen Euro. Zugleich setzte die Bank ihren Sparkurs fort. Die Verwaltungsaufwendungen seien um 18,6 Prozent, die Personalkosten um 18,2 Prozent gesenkt worden.