Nach Spionage-Affäre: China bestraft offenbar Boeing - DER SPIEGEL
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Nach Spionage-Affäre China bestraft offenbar Boeing

Boeing muss angeblich um einen Milliardenauftrag zittern. Laut einem Zeitungsbericht verzögert die chinesische Regierung den Kauf von 30 Flugzeugen, weil sie immer noch über die Notlandung des US-Spionageflugzeuges auf Hainan verärgert ist.
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Hongkong - Die Bestellung der 30 Boeing 737 im Wert von einer Milliarde US-Dollar sollte eigentlich Anfang Mai erfolgen. Im Moment weigere sich die chinesische Seite aber, den Auftrag zu bestätigen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf chinesische Luftfahrt-Insider. Wie lange die Verzögerung dauern könnte, erfuhr das Blatt nicht.

Boeing hat nach eigenen Angaben noch keine Nachricht über eine geplante Verzögerung erhalten. Auch die chinesische Seite will sich offiziell dazu nicht äußern. Die Zeitung zitiert einen Regierungsvertreter mit den Worten, alles rund um die Boeing-Verträge sei "sehr vertraulich".

Chinesische Medien hatten zuvor spekuliert, dass die Aufträge für Boeing in Gefahr seien. Auch Boeing-Chef Phil Condit hatte sich besorgt gezeigt - schließlich gilt der chinesische Markt intern als wichtige Ergänzung zum stagnierenden US-Markt. Neben den 30 in Frage stehenden Flugzeugen hat China auch noch eine Absichtserklärung für den Kauf einiger größerer Flugzeuge im Gesamtwert von zwei Milliarden Dollar abgegeben.

Bereits endgültig genehmigt ist eine Lieferung von 26 Flugzeugen. Letztes Jahr hatte Boeing 19 Flugzeuge an China verkauft.