Nach Wall-Street-Schock: Große Verluste an Asiens Börsen - DER SPIEGEL
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Nach Wall-Street-Schock Große Verluste an Asiens Börsen

Nicht nur am deutschen Aktienmarkt hält die Talfahrt unvermindert an. Die asiatische Leitbörse in Tokio ist am Mittwoch nach dem Kursrückgang an der New Yorker Wall Street eingebrochen. Der Nikkei-Index gab um 460,31 Punkte oder 2,4 Prozent nach.
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Frankfurt am Main - Nach der Leitbörse in Tokio haben sich am Mittwoch auch an den anderen asiatischen Aktienmärkten schwere Einbrüche abgezeichnet. Bis zum Mittag (Ortszeit) musste das Kursbarometer in Hongkong ein drastisches Minus von 7,8 Prozent auf 15.739,05 Zähler verbuchen. Panikverkäufe und Gewinnmitnahmen führten auch in Singapur und Seoul zu einem Aderlass von mehr als sechs Prozent. Händler sahen die Einbrüche auch als Korrektur der Hausse während der ersten Handelstage nach der Jahrtausendwende.

Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte gab um 460,31 Punkte oder 2,4 Prozent nach. Der Schlussstand lag bei 18.542,55 Punkten. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer sogar um über vier Prozent abgesackt, konnte aber im späteren Verlauf wieder Boden gutmachen.

Am Vortag hatte der Nikkei-Index noch zum Auftakt des neuen Handelsjahres erstmals seit fast zweieinhalb Jahren über der Marke von 19.000 Punkten geschlossen.

Analysten führten die Verluste auf die Entwicklung in New York zurück, wo der technologieorientierte Nasdaq-Index 5,6 Prozent eingebüßt hatte - der bisher größte Verlust an einem Handelstag. Hintergrund der Verluste sind Befürchtungen über eine bevorstehende Zinserhöhung, die Investmentbonds als Anlage wieder attraktiver machen würden. Der Dow Jones Index für 30 Industriewerte sackte um 359,58 Punkte oder 3,2 Prozent auf 10.997,93 ab. Es war der viertgrößte Verlust nach Punkten.