Nachforschungen in der Schweiz - DER SPIEGEL
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BANKGEHEIMNIS Nachforschungen in der Schweiz

• aus DER SPIEGEL 42/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Deutsche Kunden von Schweizer Finanzinstituten werden offensichtlich vom Bundesgrenzschutz observiert. »Ich weiß, dass Leute aus dem Auto oder aus dem Zug geholt wurden, weil sie vorher in einer Schweizer Bank waren«, lässt sich der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Erwin Teufel, in einem autorisierten Interview mit der schweizerischen Wirtschaftszeitung »Cash« zitieren. Der Regierungschef des Süd-West-Landes berichtet über Fälle, bei denen BGS-Beamte über Kontobewegungen genau im Bilde waren. »Ich hörte das zum Beispiel von einem Baden-Württemberger, der mir direkt berichtete, wie er angehalten wurde. Die Grenzbeamten wussten genau, auf welcher Bank er gewesen war.« Die Schweizerische Bankiervereinigung reagiert empört. Ein Sprecher: »Nachforschungen ausländischer Stellen in der Eidgenossenschaft sind rechtswidrig.« Das Berliner Innenministerium, dem der Bundesgrenzschutz untersteht, wollte dem SPIEGEL auf Anfrage keine Stellungnahme zu den Vorfällen abgeben.

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