Nahost-Krise: Ölpreis auf Rekordhoch - DER SPIEGEL
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Nahost-Krise Ölpreis auf Rekordhoch

Die neuen Spannungen im Nahen Osten haben zu massiven Auswirkungen auf den Ölpreis geführt. Zeitweise wurden an der New Yorker Rohstoffhandelbörse Rekordmarken verzeichnet.
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New York/London - Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kletterte in der Spitze bis auf 75,89 US-Dollar. Damit wurde die alte Rekordmarke vom vergangenen Freitag von 75,78 Dollar übertroffen. Im späten Vormittagshandel stand der WTI-Preis bei 75,77 Dollar. Das waren 82 Cent mehr als gestern. Unter Rohstoffexperten gilt ein Sprung über die Marke von 80 Dollar als nicht mehr ausgeschlossen.

Auch an der Rohstoffbörse in London erreichte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit 75,60 Dollar einen neuen Rekordstand. Neben den israelischen Luftangriffen auf den Libanon belasten Händlern zufolge der schwelende Konflikt um das Atomprogramm Irans und der Rückgang der Lagerbestände in den USA die Ölmärkte.

Nach den neuen Spannungen im Nahen Osten werde es nicht mehr lange dauern, um den Ölpreis über die Marke von 80 Dollar zu treiben, sagte Rohstoffexperte Andy Sommer von der HSH Nordbank. Das Risiko weiter steigender Preise an den Ölmärkten sei "spürbar gewachsen", sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Durch "die Summe der geopolitischen Risiken" wollte auch sie beim Preis für US- Öl der Sorte WTI einen kurzfristigen Sprung über die Marke von 80 Dollar nicht ausschließen. Schon ein ungewöhnlich starker tropischer Wirbelsturm in den Ölfördergebieten im Golf von Mexiko könnte nach Einschätzung der HSH Nordbank ausreichen, um den Ölpreis über die Marke von 80 Dollar zu treiben.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg wieder in die Nähe des Rekordhochs. Ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells habe gestern 68,66 Dollar gekostet, teilte das Opec-Sekretariat mit.

als/dpa/AP