Nasdaq: Erste Zeichen der Erholung - DER SPIEGEL
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Nasdaq Erste Zeichen der Erholung

Nach dem anfänglichen Kursdesaster konnte sich die US-Technolgiebörse wieder leicht erholen. Vor allem die Chiptitel profitierten, die Biotechnologiewerte waren allerdings stark unter Druck.
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New York - Die Technologiewerte an der New Yorker Nasdaq haben im Tagesverlauf ihre Kursverluste zwischenzeitlich wettmachen können, sind aber im späten Geschäft wieder deutlich ins Minus abgerutscht. Zu Handelsende verbuchte das Börsenbarometer einen Verlust von zwei Prozent auf 2.966 Punkte.

Der erneute Ausverkauf an der Technologiebörse führten Händler vor allem auf die enttäuschenden Quartalszahlen des Computerherstellers Hewlett-Packard zurück. Das Unternehmen legte vor Handelseröffnung seine Zahlen für das vierte Quartal vor und verfehlte mit einem Gewinn je Aktie von 41 Cent die Schätzungen der Wall Street-Analysten um 10 Cent. Nach den schwächer als erwartet ausgefallenen Dell-Ergebnissen in der vergangenen Woche hätten sich erneut skeptische Stimmen zu Wort gemeldet, hieß es von Händlerseite. Vor allem die sich in jüngster Zeit häufenden negativen Ausblicke der Wachstumswerte würden die Investoren beunruhigen. Der Vertrauensverlust sei deutlich spürbar und eine nachhaltige Trendwende nicht in Sicht.

Hewlett-Packard fielen um 12,8 Prozent. Allein dieser Rückgang kostete den Dow-Jones-Index 31 Punkte. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 86 Punkten um 0,8 Prozent schwächer.

Zu den stärksten Aktien der Nasdaq gehörten die Chiphersteller und -ausrüster. Teradyne kletterten um 16,8 Prozent, Vitesse Semi um 5,1 Prozent und KLA-Tencor gewannen 6,4 Prozent

Im Computersektor erholten sich Dell Computers von ihren schweren Verlusten der Vorwoche und stiegen um 4,9 Prozent. Apple legten 1,6 Prozent zu und IBM verteuerten sich um 4,7 Prozent.

Der Biotechsektor stand hingegen auf der Verliererseite. Vor allem gentechnik-orientierte Unternehmen seien unter Druck geraten, berichteten Händler. Als Grund nannten Marktbeobachter einen Zeitungsartikel des Anlegermagazins "Barrons", wonach der gesamte Sektor überbewerte sei und in den kommenden Wochen starke Kursverluste erleben könnte. Zu den stärksten Verlierern gehörten PE Biosystems mit einem Minus von 15,4 Prozent und Human Genome Sciences mit 10,3 Prozent Abschlag.