Nasdaq: Schrumpfkur für Softwareriesen - DER SPIEGEL
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Nasdaq Schrumpfkur für Softwareriesen

Negative Kommentare und schlechte Ergebnisse belasten die US-Technologieböse Nasdaq. Erwischt hat es vor allem Microsoft, Sun und PeopleSoft.
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New York - Bis Börsenschluss sank der Nasdaq-Index am Dienstag um 3,10 Prozent auf 1804,96 Punkte. Die Aktien von Microsoft   litten unter der Kürzung der Gewinnprognose durch die Investmentbank Goldman Sachs. Die Aktien verloren 4,85 Prozent auf 57,45 Dollar. Die Analysten senkten ihre Prognose des für 2003 erwarteten Gewinns je Aktie von 2,05 auf 1,95 Dollar, beließen allerdings ihre Kaufempfehlung.

Goldman Sachs reduzierte außerdem die Gewinnprognosen für den weltweit größten Hersteller von Datenspeicher-Systemen, EMC, und die Umsatzerwartung für den Computerkonzern Sun Microsystems. Die Aktien von EMC verbilligten sich daraufhin um 3,11 Prozent auf 11,82 Dollar, die von Sun um 6,09 Prozent auf 8,94 Dollar.

Noch drastischer fiel der Kurs des US-Softwareherstellers PeopleSoft, der für das erste Quartal einen Gewinn je Aktie von 14 Cent meldete und damit die Analystenerwartungen nicht erreichte. Zudem wurde die eigene Umsatzprognose deutlich verfehlt. Goldman Sachs nahm den Titel von der "Recommended List" und stuft ihn nur noch als "Market Performer" ein. Der Aktienkurs des SAP-Konkurrenten brach um 32,67 Prozent auf 9,01 Dollar ein.

Deutliche Kurseinbußen gab es auch für die Aktien des Netzwerk-Ausrüsters Cisco. Sie verbilligten sich um 6,28 Prozent uf 16,42 Dollar.

An der Wall Street verlor der Dow Jones dagegen nur 47,95 Punkte oder 0,4 Prozent auf 10.314 Punkte. Mineralölwerte profitierten von den wachsenden Spannungen in Nahost. Hauptgewinner waren ExxonMobil und ChevronTexaco. An der Rohstoffbörse in New York notierte der Preis für ein Barrel Öl bei 28 Dollar und damit auf seinem höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten.