Nebenwerte: Die stillen Börsenstars - DER SPIEGEL
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Nebenwerte Die stillen Börsenstars

Die Baisse an den Börsen hat die meisten Anleger hart getroffen. Die Anhänger unbekannter Nebenwerte, deren Geschäfte keine "sexy Storys" liefern und deren Chefs kaum einer kennt, konnten trotz der Turbulenzen satte Kursgewinne einfahren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vor allem das Blutbad am Neuen Markt kommt die Besitzer hochriskanter Papiere teuer zu stehen. Kaum ein Tag ohne Hiobsbotschaft: Das vorigen Dienstag gegen den Seniorenheimbetreiber Refugium eingeleitete Insolvenzverfahren ist nur eines unter vielen. Doch nicht alle Investoren stehen derzeit vor einem Scherbenhaufen. In der zockerfreien Zone leben vor allem Unternehmen aus dem MDax.

Anschauungsunterricht liefert etwa die Wedeco AG  : Seit März vergangenen Jahres zog der Aktienkurs um über 120 Prozent an. Die Düsseldorfer machen ihr Geld mit Wasserdesinfektion. Vor allem in Asien ist man gut im Geschäft. Mit einer neuen Niederlassung in Singapur soll nun der Markt noch besser bearbeitet werden. Dank einer Akquisition besitzt man in Korea bereits die Marktführerschaft.

Auch die Papiere der sauerländischen Vossloh   spielen im täglichen Börsenklatsch keine Rolle. Allerdings hätten die Verkäufer von Licht- und Verkehrstechnik, zu deren Großkunden die Bahn AG gehört, so manches Aktiendepot aufpolieren können. In den vergangenen 15 Monaten lag die Kurssteigerung bei satten 91 Prozent.

Fast 100 Prozent schaffte der Baufinanzierer BHW  . Der Hamelner Konzern will jetzt mit der Citibank kooperieren.