Nervöse Börse Google-Gerücht lässt Napster-Kurs explodieren
Google dementierte einige Stunden später und teilte mit, man sei nicht an einer Übernahme des Online-Musikdienstes interessiert. "Wir haben weder Pläne für eine Übernahme, noch haben wir derzeit Pläne für eine Musikbörse", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Der Napster-Kurs rutschte daraufhin wieder nach unten.
Die Kurschwankungen zeigen, wie übernervös die Finanzmärkte derzeit auf alle Spekulationen rund um Google reagieren.
Bereits vor einigen Tagen waren Apple -Aktien an der Börse nach ähnlichen Gerüchten unter Druck geraten. Zuvor hatte ein Analyst der Investmentbank Bear Stearns darüber spekuliert, Google könnte ein Musikportal aufbauen, eigene Musikplayer herausbringen und so in direkte Konkurrenz zu Apples Download-Plattform iTunes und dem Abspielgerät iPod treten. Harte Belege dafür konnte Bear Stearns freilich nicht vorlegen.
Napster war 1999 von dem Studenten Shawn Fanning als P2P-Plattform für den Austausch von Musik gegründet worden. Die Musikindustrie ging gegen die Firma vor, schließlich musste sie Insolvenz . Die Software-Firma Roxio hat Napster nach der Insolvenz erworben und daraus einen legitimen Musikdienst aufgebaut. Napster hat derzeit eine halbe Million Kunden und machte zuletzt bei einen Quartalsumsatz von 23,4 Millionen Dollar einen Verlust von 13,6 Millionen Dollar.