Neue Geldkartenpflicht: Umsatz an Zigarettenautomaten eingebrochen - DER SPIEGEL
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Neue Geldkartenpflicht Umsatz an Zigarettenautomaten eingebrochen

Die Einführung der Geldkartenpflicht an Zigarettenautomaten hat den Aufstellern schon in den ersten zwei Monaten das Geschäft verhagelt. Der Umsatz ist nach Angaben des zuständigen Bundesverbands um bis zu 30 Prozent gesunken. Die Gewinner sind Einzelhändler und Tankstellenpächter.
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Essen - Der Umsatz an den Zigarettenautomaten ist in den ersten beiden Monaten des Jahres um mindestens ein Fünftel eingebrochen. "Im Moment liegen wir bei 70 bis 80 Prozent des Vorjahreszeitraums", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller, Peter Lind, der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung".

Stattdessen kauften Raucher verstärkt im Einzelhandel, zum Beispiel an Tankstellen. "Es gibt einfach eine Klientel, die mit der Geldkarte nicht klar kommt", sagte der Geschäftsführer des Zentralverbands des Tankstellengewerbes, Jürgen Ziegner, der Zeitung.

Seit dem 1. Januar müssen Kunden an Zigarettenautomaten durch Einstecken einer ec-Karte mit Geldkartenchip zunächst nachweisen, dass sie älter als 16 Jahre sind. Anschließend können sie entweder mit dem auf der Karte gespeicherten Guthaben oder in bar bezahlen. Laut Lind werden bislang erst fünf bis acht Prozent der Umsätze an den Automaten mit dem elektronischen Geld bezahlt.

ffr/AFP