Neue Konzernstruktur: Daimler-Betriebsrat applaudiert Zetsche - DER SPIEGEL
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Neue Konzernstruktur Daimler-Betriebsrat applaudiert Zetsche

Chrysler ist das Sorgenkind von DaimlerChrysler. Der Gesamtbetriebsrat warnt nun vor einem "finanziellen Abwärtsstrudel". Der Plan von Konzernchef Zetsche, alle Optionen mit Blick auf die US-Tochter zu prüfen, findet daher Zustimmung bei den Arbeitnehmervertretern.
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Stuttgart - Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat verlangten bereits seit 2006 eine alternative Planung des Vorstandes. "Wir wollten sicherstellen, dass der Kern von Daimler vor einem möglichen finanziellen Abwärtsstrudel der Chrysler Corporation geschützt werden kann", ließ der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von DaimlerChrysler  , Erich Klemm, heute per Pressemitteilung verbreiten.

Die Fusion von Daimer-Benz und Chrysler im Jahr 1998 beurteilte der Betriebsrat kritisch: Es sei deutlich geworden, "dass die Synergiepotenziale zwischen Mercedes-Benz und Chrysler begrenzt sind".

Vor diesem Hintergrund begrüßte Klemm, zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, die vom Vorstand angekündigte Prüfung verschiedener Optionen für Chrysler.

Vertreter von IG Metall, der amerikanischen Gewerkschaft UAW und der kanadischen Gewerkschaft CAW betonten, angesichts der schwierigen Lage der Industrie in den USA müsse eine Strategie für nachhaltiges Wachstum gefunden werden, die Jobsicherheit in den Vordergrund stelle, nicht den Abbau von Stellen.

Auch Klemm schrieb in seiner Mitteilung, dass die Interessen der Beschäftigten von Chrysler berücksichtigt werden müssten. Alternative Lösungen beispielsweise mit strategischen Partnern "müssen eine Wachstumsstrategie für Chrysler und für die Beschäftigten eine echte Chance bieten".

Der Plan, bei Chrysler Arbeitsplätze abzubauen, zeige, dass es das Chrysler-Management in den letzten Jahren versäumt habe, die anstehenden strukturellen Probleme anzugehen. Es habe sich gezeigt, dass Kosteneinsparungen und massiver Personalabbau keine nachhaltige Besserung gebracht haben, schrieb Klemm heute in einer E-Mail an die DaimlerChrysler-Mitarbeiter. Die heutige Situation sei eine Folge der Tatsache, dass zum Beispiel "bezüglich verbrauchsarmer Motoren und Pkw zu wenig unternommen" worden sei.

kaz

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