Neue Partner Chrysler und VW bauen gemeinsamen Van
Los Angeles - "Die Produktion des Volkswagen-Minivan, der auf Basis der nächsten Generation der Chrysler- und Dodge-Minivan basiert, soll 2008 beginnen", kündigte Volkswagen heute offiziell an. Eine entsprechende Vereinbarung solle anlässlich der Automesse in Detroit in wenigen Tagen unterzeichnet werden. Die jährliche Stückzahl des neuen Autos dürfte früheren Angaben aus VW-Konzernkreisen zufolge zwischen 35.000 und 45.000 liegen.
In der VW-Modellpalette fehle bislang ein familientauglicher Van, der den Wünschen amerikanischer Kunden gerecht werde, räumte der VW-Markenchef Wolfgang Bernhard heute bei einem Auftritt in Los Angeles ein. "Mit dem neuen Fahrzeug werden wir uns schnell ein weiteres großes Marktsegment mit einem eigenen Produkt erschließen", sagte er weiter. "Die Vereinbarung ist ein Gewinn für beide Seiten", lobte auch Tom LaSorda, Vorstandschef von Chrysler.
Der VW-Absatz in den USA war 2005 im Gegensatz zu anderen deutschen Autobauern deutlich zurückgegangen. 2006 will VW den Absatz in den USA aber um fünf bis zehn Prozent steigern.
Für das Gesamtjahr 2005 rechnet Volkswagen im US-Geschäft - wie im Vorjahr - mit einem Verlust von rund einer Milliarde Euro. Nach Einschätzung von Konzernchef Bernd Pischetsrieder wird VW in Nordamerika auch 2006 rote Zahlen schreiben.