Neue Preisrunde Öl wird billiger, Tanken teurer
Hamburg - Mit einer Erhöhung des Dieselpreises um zwei Cent je Liter hat die Ölindustrie nach zehn Tagen Pause eine neue Preisrunde eröffnet. Wie Sprecher der Branche heute mitteilten, steigt auch der Benzinpreis - allerdings regional unterschiedlich.
Der bundesweite Durchschnittspreis für Superbenzin beträgt damit an Markentankstellen ungefähr 1,36 Euro pro Liter. Diesel kostet 1,13 Euro je Liter. Damit ist Benzin gut zehn Cent billiger als während des absoluten Hochstandes am 2. September nach dem Hurrikan "Katrina". Das Preisniveau sei jedoch nach wie vor sehr hoch, räumte eine Sprecherin des Ölkonzerns ExxonMobil ein.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) ist unterdessen deutlich gesunken. Am Montag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells im Durchschnitt 56,73 US-Dollar und damit 85 Cent weniger als am Freitag, teilte das Opec-Sekretariat in Wien mit. Auch die Preise anderer Öl-Sorten stabilisieren sich. Ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI kostete am Mittag im elektronischen Handel 63,34 US-Dollar und damit ein Cent weniger als bei Handelsschluss am Vortag. Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent gab ebenfalls leicht nach. In London kostete ein Barrel 61,78 Dollar. Das entspricht einem Abschlag zum Vortag von zwei Cent.
Die Ölkonzerne begründeten die Erhöhung der Spritpreise mit gesunkenen Margen durch den Wettbewerb auf dem deutschen Markt. Die Branche kehrt mit den Erhöhungen zum üblichen Wettbewerbsmuster zurück. Wenn sich auf dem Rotterdamer Ölmarkt nicht viel bewegt, gehen die Preise in Deutschland pro Tag um etwa einen Cent je Liter zurück und werden ein bis zwei Mal je Woche wieder erhöht.