Neuemissionen Fisch statt Chips
New York / Frankfurt am Main - Selbst namhafte und gewinnstarke Firmen tun sich derzeit schwer, ihre Aktien unters Volk zu bringen: Zwar wurde die Wall-Street-Premiere des Nahrungsmittelherstellers Kraft (Milka, Jakobs Krönung) immerhin der zweitgrößte Börsengang seit AT&T Wireless in der vergangenen Woche als Erfolg gefeiert, doch schon am zweiten Tag fiel die Aktie unter den Ausgabepreis.
Dasselbe Schicksal ereilte in Deutschland Fraport, den Frankfurter Flughafen; die Frisörkette Essanelle musste wegen der geringen Nachfrage die Zeichnungsfrist für ihre Aktie verlängern und die Preisspanne für den Einführungskurs senken.
Weil selbst solche Old-Economy-Unternehmen Probleme haben, wagen sich derzeit kaum noch junge Hightech-Firmen an die Börse. Nun ruhen die Hoffnungen der Börsianer ausgerechnet auf der Fischimbisskette Nordsee, deren Aktien erstmals am 27. Juni gehandelt werden.