Neuemissionen Öko aufs Parkett
Gab es im ersten Quartal vergangenen Jahres 46 Neuemissionen, so waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur 9. Die wenigen, die noch den Schritt aufs Parkett versuchen, sind meist Firmen aus Öko-Branchen.
Erneuerbare Energien gelten als zukunftsträchtiges Geschäft, das allerdings einen Haken hat: Es ist stark abhängig von staatlichen Subventionen. Zuletzt ist mit Nordex ein Hersteller von Windkraftanlagen an den Neuen Markt gegangen mit mäßigem Erfolg. Der Kurs liegt seit dem ersten Handelstag unter dem Ausgabepreis von neun Euro.
In dieser Woche geben zwei weitere Öko-Unternehmen ihr Börsendebüt: die Energiefirma Enro und der Biogasanlagen-Hersteller Farmatic. Eigentlich sollte auch die Solarfirma Conergy mit von der Partie sein, doch vergangenen Donnerstag sagte sie den Börsengang ab. "Auf Grund des schlechten Marktumfeldes" sei eine erfolgreiche Platzierung nicht möglich, hieß es. Kürzlich rechnete Conergy noch damit, bis zu rund 19 Euro pro Aktie erlösen zu können, am Grauen Markt lag der Kurs jedoch nur bei etwa 10 Euro.