Neuer Ärger: Siemens suspendiert drei Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Neuer Ärger Siemens suspendiert drei Mitarbeiter

Kartellstrafe, Schmiergelder, schwarze Kassen: Dem Siemens-Konzern steht fast täglich neuer Ärger ins Haus. Nun hat das Unternehmen drei Mitarbeiter suspendiert. Sie sollen an illegalen Absprachen beteiligt gewesen sein.
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München - Die drei Mitarbeiter waren im Bereich Energie-Übertragung und -Verteilung beschäftigt, wie Siemens   heute bekannt gab. Die Beschäftigten sollen sich laut internen Ermittlungen im Geschäft mit Leistungs-Transformatoren an illegalen Absprachen beteiligt haben. "Solche Einzelfälle werfen ein schlechtes Licht auf die ordentlichen Leistungen aller anderen Mitarbeiter. Das kann nicht toleriert werden", sagte Siemens-Manager Udo Niehage.

Ausgangspunkt der internen Ermittlungen waren neue Aktivitäten der EU-Kommission. Brüssel untersuche Absprachen bei den Leistungs-Transformatoren in Deutschland, Österreich und den Niederlanden in den Jahren 1999 bis 2003, berichtete Siemens. Laut den internen Ermittlungen bei Siemens sei es auf dem deutschen Markt zu Absprachen zwischen insgesamt fünf Unternehmen gekommen. Siemens sei selbst an einer schnellen Aufklärung interessiert.

In Branchenkreisen wurde betont, die Dimension des Falls sei nicht mit den anderen Vorfällen vergleichbar, die zuletzt bekannt geworden waren. Vor wenigen Wochen hatte die EU-Kommission gegen Siemens ein Rekordbußgeld von 419 Millionen Euro verhängt. Als Grund nannte die Kommission illegale Preisabsprachen bei Schaltsystemen für Stromnetze. Der aktuelle Fall steht damit nicht im Zusammenhang.

wal/dpa-AFX