Neuer Anlauf: MobilCom-Schmid versucht sich als Lotto-Fee - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Neuer Anlauf MobilCom-Schmid versucht sich als Lotto-Fee

Ex-MobilCom-Chef Gerhard Schmid wendet sich neuen Aufgaben zu. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch, mit UMTS das große Geld zu verdienen, hat er jetzt zusammen mit seinem Sohn eine Lottogesellschaft gegründet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Im Prinzip werde die neue Gesellschaft, die im nächsten Jahr an den Start gehen soll, nach dem Vorbild des Bochumer Unternehmens Faber funktionieren, berichtet das Magazin "Focus". Faber hat bislang rund 300.000 Kunden in Art einer Tippgemeinschaft gesammelt und macht damit jährlich einen Umsatz von geschätzten 125 Millionen Euro.

An die Zahlen des von ihm auserkorenen künftigen Hauptkonkurrenten muss Schmid sich erst heranarbeiten. Sein erste Etappenziel: Bis Ende 2003 sollen 50.000 Spieler wöchentlich bei ihm tippen.

Die gesammelten Lottoscheine sollen bei zwei Lotto-Gesellschaften eingereicht werden, mit denen bereits Verträge geschlossen seien, meldet "Focus". Insgesamt plane Schmid, zwei Millionen Euro in das Projekt zu investieren, unter anderem für ein Call-Center in Magdeburg und Lotto-Lesegeräte.

Die Idee zur Gründung einer Lottogesellschaft habe Schmids Sohn gehabt, sagte der Sprecher von Schmid, der damit den Bericht des "Focus" bestätigte. Offiziell fungiere der frühere MobilCom-Chef auch als Geschäftsführer der neuen Firma. Allerdings wolle Schmid sich aber eher im Hintergrund halten und gewissermaßen als "business angel" für seinen Sohn fungieren.