Neuer Bahn-Chef: Grube soll mit Daimler über Pension streiten - DER SPIEGEL
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Neuer Bahn-Chef Grube soll mit Daimler über Pension streiten

Ärger zum Amtsantritt: Rüdiger Grube kämpft laut einem Zeitungsbericht mit seinem alten Arbeitgeber. Der neue Bahn-Chef hat demnach einen Vertrag unterschrieben, nach dem seine Pensionsansprüche bei Daimler gegen jene bei der Bahn verrechnet werden.
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Hamburg - Erst am Samstagmittag wurde Rüdiger Grube vom Bahn-Aufsichtsrat offiziell zu Mehdorns Nachfolger gekürt. Er soll seinen Posten am 1. Mai antreten. Doch noch bevor es soweit ist, muss Grube offenbar noch ein Problem mit seinem früheren Arbeitgeber ausräumen.

Laut "Financial Times Deutschland" (FTD) rangelt Grube derzeit mit Daimler über die Auszahlung seiner Pension. Demnach habe der Autokonzern, bei dem Grube zuvor gearbeitet hat, im Aufhebungsvertrag festgelegt, dass Grubes Ansprüche vollständig gegen jene bei der Bahn angerechnet werden.

Für Grube soll es um Versorgungszahlungen von mehreren 100.000 Euro jährlich gehen. Der Manager hat diese Klausel laut Insidern übersehen. Die Bahn will Grubes Bezüge laut "FTD" allerdings nicht aufstocken. "Das ist Grubes Problem", hieß es dazu.

Sprecher beider Konzerne wollten sich zu den Vorfällen nicht äußern. Sie verwiesen auf die Zuständigkeit der Aufsichtsräte.

Mehdorn, 66, stand fast zehn Jahre an der Spitze des letzten großen Staatskonzerns. Nach massivem Druck von Politik und Gewerkschaften hatte er Ende März seinen Rücktritt erklärt. Hintergrund waren immer neue Vorwürfe in der Affäre um massenhafte Kontrollen der Daten von bis zu 170.000 Beschäftigten im Namen der Korruptionsbekämpfung.

Grube und Mehdorn sind alte Bekannte. Sie kennen sich aus einer gemeinsamen Zeit beim Flugzeugbauer Airbus in Hamburg - Mehdorn war von 1989 bis 1992 Vorsitzender der Geschäftsführung, Grube leitete sein Büro.

ssu