Neuer Geldtransportskandal: Polizei verhaftet Manager - DER SPIEGEL
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Neuer Geldtransportskandal Polizei verhaftet Manager

Sechs Monate nach der Affäre um das frühere Geldtransportunternehmen Heros bahnt sich ein neuer Skandal an. Ermittler haben in Essen drei Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma verhaftet - sie sollen Kundengelder in Millionenhöhe veruntreut haben.
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Berlin - Bei dem Unternehmen handelt es sich um die "Arnolds Sicherheit GmbH" in Essen. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter haben sich der Staatsanwaltschaft gestellt und seien vorläufig festgenommen worden. Noch heute sollen die 61 und 39 Jahre alten Männer dem Haftrichter vorgeführt werden. Dies gelte auch für den dritten Geschäftsführer, der ebenfalls festgenommen wurde. In dem mittelständischen Unternehmen, das unter anderem Geld- und Werttransporte anbietet, sollen Kundengelder in Millionenhöhe veruntreut worden sein.

Wie die Essener Polizei berichtet, haben die Gesellschafter bereits eingeräumt, dass bei dem Unternehmen ein Fehlbetrag in Höhe von rund 16,5 Millionen Euro entstanden sei. Bereits seit Anfang Juni liefen Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Firma. Eine Sprecherin der Firma bestätigte, dass der Verdacht der Unterschlagung bestehe.

Gerüchte über wirtschaftliche Schwierigkeiten und angebliche Unregelmäßigkeiten bei Arnolds hatte es seit Monaten gegeben. Nach der Festnahme der Manager droht dem Unternehmen mit rund 2000 Mitarbeitern an sechs Standorten in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Insolvenz.

In der Affäre um den Heros-Betrugsskandal geht es um einen Schaden von weit mehr als 300 Millionen Euro. Der ehemalige Heros-Geschäftsführer und drei Mitarbeiter sitzen wegen des Verdachts der Unterschlagung und Untreue in Untersuchungshaft. In einem so genannten Schneeballsystem lieferte die Firma nach bisherigem Ermittlungsstand das bei Banken abgeholte Geld bei den Kunden erst mit Verzögerung ab und zweigte Beträge für die Aufrechterhaltung des eigenen Betriebes ab.

Bis zu 1000 Firmen sollen geschädigt worden sein. Die Heros-Gruppe hatte nach Bekannt werden der Betrugsvorwürfe im Februar Insolvenz angemeldet. Im Juni war die Firma von dem US-Investor Matlin Patterson übernommen worden und wird unter dem Namen SecurLog weitergeführt.

tim/nkl/Reuters/ddp/dpa