Neuer Krisengipfel: Bush trifft Sarkozy und Barroso - DER SPIEGEL
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Neuer Krisengipfel Bush trifft Sarkozy und Barroso

Koordination in der Krise: US-Präsident Bush kommt am Wochenende zu einem Gipfeltreffen mit dem amtierenden EU-Ratspräsident Sarkozy zusammen. Auch EU-Kommissionschef Manuel Barroso wird anwesend sein.
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Washington - George W. Bush habe Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy und EU-Kommissionschef Manuel Barroso für Samstag zu einem Abendessen auf seinem Landsitz Camp David eingeladen, um über die weltweite Finanzkrise zu beraten, teilte die US-Regierung am Dienstag mit. Beide EU-Politiker sind in der Zeit auch zu Gesprächen in Kanada.

Laut Dana Perino, Sprecherin des Weißen Hauses, war Bush weiter offen für Sarkozys Vorschlag, einen Gipfel der Staats- und Regierungschefs aus den sieben größten Industriestaaten (G7) abzuhalten. Ein Termin sei aber noch nicht vereinbart worden, momentan stehe die Lösung der "unmittelbaren Probleme" im Vordergrund, sagte Perino.

Bush hatte am Dienstag bereits mit Sarkozy, Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premier Gordon Brown wegen der Finanzkrise telefoniert. Am Montag war Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi Gast bei Bush im Weißen Haus. Auch bei diesen Gesprächen war es vor allem um die internationale Finanzkrise gegangen.

Im Kampf gegen die Finanzkrise folgen die USA dem Beispiel Europas und kaufen für bis zu 250 Milliarden Dollar Anteile an den größten Banken des Landes. Wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte, werde sich die Regierung an mindestens neun Institute beteiligen. Im Gegenzug müssen die Banken Managergehälter kappen und sich anderen Auflagen unterwerfen.

US-Finanzminister Henry Paulson versicherte, keine der neun Banken sei in ernster Gefahr. Der vor der Kreditkrise undenkbare staatliche Eingriff erfolge ausschließlich im Interesse der weltgrößten Volkswirtschaft. Der Schritt sei bedauerlich, aber ohne Alternative, sagte der ehemalige Wall-Street-Banker.

Bush sprach von einer kurzfristigen Maßnahme, um das Überleben des US-Bankensystems zu sichern. Die Banken würden dazu ermutigt, der Regierung die Anteile sobald wie möglich wieder abzukaufen. "Diese Maßnahmen dienen nicht der Übernahme des freien Marktes, sondern seiner Erhaltung", sagte der US-Präsident.

suc/Reuters/dpa/AP