Neuer Markt Pennystocks fliegen raus
Hamburg - Pennystocks werden vom Neuen Markt verschwinden. Nach Informationen von "manager-magazin.de" können Billigaktien, die unter einem Euro notieren, künftig nach einer Beobachtungsfrist von 30 Tagen in ein anderes Börsensegment abgeschoben werden. Diese Regelung wird nach Einschätzung verschiedener Beobachter bereits in Kürze von der Deutschen Börse AG beschlossen. Damit würde die Börse der Nasdaq folgen, die eine ähnliche Regel bereits seit Jahren erfolgreich anwendet.
Börsen-Chef Werner Seifert ist in den vergangenen Tagen massiv unter Druck geraten, nachdem Qualitäts-Unternehmen wie MobilCom, D.Logistics und Singulus drohten, den Neuen Markt auf Grund des Imageverlusts zu verlassen. Am Donnerstag kommt das zuständige Börsengremium "Primary Marktes Advisory Committee" zusammen, um über ein mögliches Delisting der "Billig-Aktien" zu beraten. In dem Gremium sitzen unter anderem Vertreter von Banken, Fondsgesellschaften, Aktionärsverbänden und der Deutschen Börse AG.
In Kreisen des Committees hieß es, dass die Rechtsgrundlage einer solchen Regelung noch nicht endgültig geklärt sei. Es sei nicht auszuschließen, dass sowohl die Unternehmen als auch die Aktionäre gegen eine Herausnahme juristisch vorgehen könnten.