Neuer Markt: Pokémons verursachen Kurssturz - DER SPIEGEL
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Neuer Markt Pokémons verursachen Kurssturz

Christian Neuber, Chef von Dino Entertainment, hat mit den Pokémons zu kämpfen. Er tut sich offenbar schwer mit der Vermarktung der Monster, der Kurs der Dino-Aktie fiel in den Keller.
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Stuttgart - Wie Dino mitteilte, erwartet das Unternehmen statt des zur Jahresmitte angepeilten Vorsteuergewinns von zwölf Millionen nun einen Verlust von neun Millionen Mark. Der Vorstand rechne außerdem nur noch mit einem Umsatzwachstum von 18 Prozent auf 70 Millionen Mark.

Ursprünglich hatte Dino mit einem Umsatzplus von 38 Prozent gerechnet. Grund für diese Entwicklung sollen höhere Zukunftsinvestitionen sowie Verzögerungen im Lizenzierungsverfahren für den Vertrieb der japanischen Pokémon-Figuren sein. Nach Angaben des Vorstandes war es nicht möglich, die Pokémon-Figuren rechtzeitig auf den Markt zu bringen. Für das Jahr 2001 stellte Dino jedoch zusätzliche Einnahmen in Aussicht: Dann sollen die "Simpson-Comics" positiv zu Buche schlagen.

Die Dino-Aktie ist nach diesen Nachrichten um über 30 Prozent eingebrochen. Damit notiert das Papier weit unter 20 Euro. Die Firma ging im November vergangenen Jahres zu 22 Euro an den Neuen Markt.

Dino entertainment bezeichnet sich als Marktführer für TV-begleitendes Print-Merchandising. Das Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Comics, Magazinen und Büchern zu Fernsehsendungen. Magazine werden insbesondere zu TV-Serien wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", "Verbotene Liebe" und "PumuckI" verlegt. Zu den Comics gehören hauptsächlich "Superman","Batman", "MAD" und die "Simpsons".