Neuer Optimismus Aufschwungslaune steckt Verbraucher an
Berlin - Für Klaus Wübbenhorst steht fest: Die deutliche Aufhellung des Konsumklimas in Deutschland ist kein Strohfeuer. "Das ist deutlich mehr", sagte der Vorstandschef der Gesellschaft für Konsumforschung der Nachrichtenagentur dpa: "Ich denke, dass sich dieser Trend stabilisieren wird, nachdem sich die Werte bereits in den vergangenen Monaten deutlich verbessert haben. Dazu ist der Trend in den vergangenen Monaten zu gut gewesen."
Der monatlichen GfK-Umfrage zum Konsumklima zufolge ist die Stimmung der Verbraucher derzeit so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der einsetzende Wirtschaftsaufschwung, die neue Regierung und die Vorfreude auf die Fußball-WM hätten zum Jahresanfang den Pessimismus vertrieben.
Der Konsumklima-Indikator der GfK kletterte um 0,6 auf 4,6 Zähler. Die Bürger seien in Bezug auf die Konjunktur und ihre eigenen Finanzen ungewöhnlich zuversichtlich. Deshalb dächten jetzt auch viele über große Anschaffungen nach. Besonders in Ostdeutschland nahm der Optimismus laut GfK deutlich zu.
Dass das Eis "total gebrochen" sei, könne man aber noch nicht sagen, schränkte Wübbenhorst ein. Es könnte es ein böses Erwachen geben, wenn die WM vorbei ist. Die hohe Arbeitslosigkeit und das teure Öl seien weitere Negativ-Faktoren. Auch könnte es zu Rückschlägen kommen, wenn das Vertrauen die neue Regierung wieder nachlässt und wenn 2007 wie geplant die Mehrwertsteuer steigt.
Allerdings: "Alles spricht dafür, dass es um die Aussichten für den privaten Konsum im Jahr 2006 besser bestellt ist als im Vorjahr", so die GfK.