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DER SPIEGEL 47/1971
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In den Aufsichtsrat der Standard Oil Company (New Jersey), der größten Mineralölgesellschaft der westlichen Welt, zog jetzt erstmals ein Deutscher ein: der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Otto Wolff von Amerongen. Der Kölner Stahlindustrielle, der seit vielen Jahren auch Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft ist, erhielt einen der sieben Posten, die im 16köpfigen Aufsichtsrat der Esso-Mutter-Gesellschaft für firmenfremde Mitglieder reserviert sind. Die Wahl des Deutschen signalisiert eine Neuorientierung des US-Erdölkonzerns: Die Amerikaner, die bislang fast nur im Westen aktiv sind, hoffen, über den Osthändler Wolff mit den kommunistischen Staaten ins Geschäft zu kommen.