Neuer Weltbankchef: Wolfowitz geht auf Kritiker zu - DER SPIEGEL
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Neuer Weltbankchef Wolfowitz geht auf Kritiker zu

Angesichts der harschen Kritik an seiner Nominierung geht der designierte Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz in die Offensive. Der wegen der Befürwortung des Irak-Kriegs umstrittene US-Politiker lud seine Gegner zum Dialog ein.
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Düsseldorf - "Die Position des Weltbank-Präsidenten ist kein Amt der amerikanischen Regierung", Wolfowitz. "Da ist es nicht möglich zu führen, ohne Konsens herzustellen." Daher gehöre die Suche nach Übereinstimmung zum "Kern des Jobs eines Weltbank-Chefs".

Sein Angebot zum Dialog gelte auch für Organisationen außerhalb der Regierungen. Die so genannten Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) verfügten über eine "wichtige Stimme und haben sehr viel beizutragen", sagte der 61-Jährige, der nach dem Willen von US-Präsident George W. Bush in diesem Jahr die Nachfolge von James Wolfensohn antreten soll. Dieser hatte angekündigt, dass er den Posten nach Ablauf seiner Amtszeit Ende Mai aufgeben will.

Vorwürfe, er sei als Architekt des US-Krieges gegen den Irak nicht für die Leitung einer internationalen Organisation geeignet, wies Wolfowitz zurück. "Diese Leute kennen mich nicht. Sie haben sich ihr Urteil zum Teil aus Karikaturen über mich gebildet."