Neues Airbus-Werk: Auf Schlick gebaut - DER SPIEGEL
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Neues Airbus-Werk Auf Schlick gebaut

Die Erweiterungsfläche des Airbus-Werks in der Elbe steht auf instabilerem Grund als bislang gedacht. Wissenschaftler, die im April 2001 ein Gutachten zur Schlickproblematik an der Baustelle im Mühlenberger Loch bei Hamburg-Finkenwerder erstellt hatten, äußerten jetzt erhebliche Zweifel an der Seriosität der Planungen.
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Auftrageber des Gutachtens war die Baugesellschaft, die zurzeit die Aufschüttungsarbeiten in der Elbe durchführt. Die Autoren der Studie bemängeln vor allem, die vorgenommenen Sondierungen im Elbschlick basierten auf einer falschen Norm. Schlick verhalte sich nämlich bei Belastungen wie eine Flüssigkeit und nicht - wie von den Bauherren unterstellt - wie ein fester Körper.

Gutachter Norbert Greiser hält die bodenmechanischen Berechnungen der Baugrundfestigkeit deshalb für "reines Schätzen auf Gott und Glück". Seine Bedenken teilte Greiser bereits im Mai vergangenen Jahres dem damaligen Geschäftsführer der stadteigenen Realisierungsgesellschaft für das Airbus-Projekt, Heinz Giszas, mit. Der fand die Ausführungen des Gutachters "als Schubladenentwurf interessant" - die Öffentlichkeit erfuhr davon nichts.