Neues Allzeithoch: Ölpreis klettert auf 53 Dollar - DER SPIEGEL
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Neues Allzeithoch Ölpreis klettert auf 53 Dollar

Der Ölpreis erreicht im Tagesrhythmus neue Rekordmarken: Nachdem er am Dienstag und Mittwoch erstmals die 51- und 52-Dollar-Marken überschritten hat, müssen Käufer heute erstmals 53 Dollar für ein Barrel zahlen. Experten halten einen Anstieg des US-Ölpreises auf bis zu 60 Dollar für möglich.
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New York - Anders als bisher nahm die Reaktion des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen warnenden Tonfall an: Mit Energiepreisen auf dieser Höhe könne 2005 nur noch mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von vier Prozent statt wie bislang angenommen 4,3 Prozent gerechnet werden, sagte David Robinson, Vize-Direktor der Abteilung Research des IWF.

Die Industriestaaten haben sich bislang optimistisch geäußert, dass die hohen Preise ihren Aufschwung nicht allzu sehr belasten. Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (Opec) ist nach Angaben aus Kreisen des Kartells zu einer weiteren Erhöhung der Ölförderung bereit, um einem erneuten Preisanstieg entgegenzuwirken.

Der Öl-Preis ist seit dem 1. Januar um etwa 60 Prozent gestiegen. Chinas Wirtschaftswachstum hat die Nachfrage des Landes so stark gesteigert wie seit Jahrzehnten nicht und die weltweiten Lagerbestände weitgehend aufgezehrt. Sollte es Versorgungsprobleme geben, ist der Spielraum gering.

Dazu kommen die Unsicherheit im Irak und in Nigeria sowie eine nur langsame Wiederaufnahme der Förderung im Golf von Mexiko nach den jüngsten Hurrikans dort.

Hauptsorge an den Märkten bleiben zudem die vergleichsweise geringen Lagerbestände in den USA, Asien und Europa: "Wir haben nicht genug Vorräte vor dem Winter, wenn die Nachfrage nach Öl typischerweise einen Höhepunkt erreicht", sagte Tony Nunan von Mitsubishi in Tokio.