Neues Geschäftsfeld Jamba steigt ins Mobilfunkgeschäft ein
Berlin - Jamba werde Prepaid-Karten mit einer Handy-Versicherung und einem Paket mit Klingeltönen, Spielen und Bildern anbieten, teilte die Gesellschaft heute in Berlin mit. Der Preis pro Minute - nach Angaben von Jamba soll er bei 30 Cent liegen - liegt allerdings deutlich über dem der Wettbewerber, die zwischen 19 oder wie etwa der Billig-Anbieter The Phone House sogar nur 14 Cent verlangen.
Doch Jamba hat eine ganz spezielle Zielgruppe im Visier. Dazu gehören vor allem jüngere Kunden, die großen Wert auf zusätzliche Unterhaltungsangebote legen und billig SMS-Nachrichten verschicken wollen. Zehn Cent kostet das bei Jamba - und damit drei Cent weniger, als das bisher billigste Angebot. Das Unterhaltungspaket umfasst monatlich eine gewisse Anzahl von Klingeltönen und Spielen, die kostenlos herunter geladen werden können. Auf subventionierte Handys müssen die Kunden dagegen verzichten.
Die in dem Tarif enthaltene Versicherung gilt für das jeweils mit der Jamba-Rufnummer genutzte Telefon. Sie zahlt bei einer Selbstbeteiligung von 20 Euro Reparaturkosten von bis zu 100 Euro. Ist der Schaden größer, können die Kunden sich ein neues Handy aussuchen.
"Das Angebot ist genau auf die Bedürfnisse unserer bisherigen Kunden ausgerichtet", sagte ein Unternehmenssprecher dem "Handelsblatt". Jan Michael Hess, Mobilfunkexperte der Unternehmensberatung Mobile Economy Experten ist dagegen skeptisch, ob ein derartiges Modell wirklich Erfolg haben kann. "Im Moment stehen dabei die reine Telefongebühren noch immer im Mittelpunkt", sagte Hess dem Blatt. "Ob die günstigeren Kosten für Kurzmitteilungen das ausgleichen können, muss sich erst noch zeigen".
Trotz des neuen Angebots will Jamba an seinem Kerngeschäft, dem Verkauf von Klingeltönen, Handy-Spielen und Hintergrundbildern, festhalten. Seit dem Verkauf durch die Gründer Alexander, Marc und Oliver Samwer im vergangenen Jahr gehört das in Berlin angesiedelte Unternehmen zum amerikanischen Verisign-Konzern.