Neues Telekom-Angebot: Telefonbücher für eine Milliarde - DER SPIEGEL
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Neues Telekom-Angebot Telefonbücher für eine Milliarde

Der Verkauf von Unternehmensteilen der Deutschen Telekom schreitet voran, jetzt ist die Telefonbuch-Tochter DeTeMedien an der Reihe. Ein Konsortium möglicher Käufer hat sich bereits in Position gebracht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bonn - Wie die "Financial Times" ("FT") berichtet, will die Gruppe von Verlegern, die für die Telekom die Gelben Seiten produziert, das Telefonbuchgeschäft übernehmen. Der Verkauf von DeTe Medien könnte der hoch verschuldeten Telekom bis zu einer Milliarde Euro einbringen.

An der Veröffentlichung der Gelben Seiten sind derzeit mehr als 100 Verlage beteiligt. Das Konsortium habe die Investmentbank Sal. Oppenheim als Berater eingeschaltet, schreibt die "FT". Die Telekom hatte in der vergangenen Woche bestätigt, sie sei bereit, die Auskunftei-Sparte zu verkaufen.

Die interessierten Verlage sind zwar relativ klein, befinden sich aber laut "FT" in einer guten Verhandlungsposition, da sie beireits in das Geschäft mit den Gelben Seiten involviert sind. Potenzielle andere Investoren könnten die Regionalverlagen daher schwerlich umgehen. Mit dem möglichen Verkauf folgt die Telekom anderen verschuldeten Konkurrenten, die sich ebenfalls vom Telefonbuch-Geschäft getrennt haben.