Neukunden-Studie: Aldi und Lidl stoßen an ihre Grenzen - DER SPIEGEL
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Neukunden-Studie Aldi und Lidl stoßen an ihre Grenzen

Das rasante Wachstum der Lebensmitteldiscounter wird sich in den nächsten Jahren wohl nur noch gebremst fortsetzen: Die Billig-Anbieter haben ihr Kundenpotential schon fast ausgeschöpft, so eine Studie.
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Hamburg - Mehr als 50 Prozent der Kunden, die heute noch nicht bei den Discountern einkaufen, fühlt sich von deren Billigformat gar nicht angesprochen - so lautet das Ergebnis einer Umfrage in 1000 Haushalten, die TNS Infratast für die Wirtschaftsprüfer von KPMG erstellt hat.

Diese Kunden, heißt es, orientierten sich weniger am Preis, sondern vielmehr an der Qualität und der Frische der Produkte. Daher würden sie auch in Zukunft kaum zu Kunden der großen Discounter-Ketten wie Lidl, Aldi und Penny werden. Auch mit verstärkten Versuchen der Discounter, Non-Food-Artikeln wie etwa Angler- oder Reiterausstattung ins Sortiment zu nehmen, können laut Studie nur noch sehr bedingt neue Käuferschichten erschließen.

Die Wirtschaftsprüfer rechnen damit, dass der Discounter-Anteil am Lebensmitteleinzelhandel mittelfristig noch von 40 auf 45 Prozent steigen wird. Grund dafür seien Vergrößerungen der Verkaufsflächen, der Sortimente und Neubauten von Discount-Märkten. Die besten Chancen, auch den Käuferstamm zu vergrößern, hat laut Studie die Tengelmann-Kette Plus: 47 Prozent der derzeitigen Nicht-Kunden könnten demnach noch potentiell für Plus gewonnen werden, heißt es.

Weitaus bessere Chancen, neue Käufer in ihre Märkte zu locken, haben KPMG zufolge aber klassische Lebensmittelhändler wie Edeka und großflächige Selbstbedienungs-Warenhäuser wie die zum Metro-Konzern gehörenden Real-Märkte oder Wal-Mart. Sie könnten bei den anspruchsvolleren Kunden ihre Vorteile wie Markenvielfalt, großes Frischeangebot und bessere Bedienung ausspielen und haben laut Studie die Möglichkeit 60 bis 70 Prozent der derzeitigen Nicht-Kunden in ihre Märkte zu locken.