Neuwahlen: Siemens-Chef warnt vor Reformpause - DER SPIEGEL
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Neuwahlen Siemens-Chef warnt vor Reformpause

Als einer der wenigen Konzernchefs hat Klaus Kleinfeld, Vorstandsvorsitzender bei Siemens, öffentlich Stellung zur geplanten Neuwahl im Bund bezogen. Er fürchtet, dass reine Wahlkampftaktik den Fortgang von Reformen in den kommenden Monaten behindern wird.
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München - Es müsse noch vor den Wahlen weitere Reformen geben, sagte Kleinfeld in München: "Deutschland befindet sich in einem Erneuerungsprozess, der konsequent und zügig fortgesetzt werden muss." Die vorgezogene Bundestagswahl könne für Klarheit sorgen und Blockaden auflösen, allerdings auch zunächst Stillstand und Wahlkampftaktik hervorrufen.

"Es kommt jetzt darauf an, den Bürgern offen und ehrlich die Herausforderungen zu beschreiben", sagte Kleinfeld. Er warnte vor der Illusion, dass sich die Aufgaben in Kürze und ohne Schmerzen bewältigen ließen.

Die eingeleiteten Reformen - vor allem die Agenda 2010 und die Innovationsoffensive - zeigten in die richtige Richtung, sagte der Siemens-Chef, der seit Ende Januar amtiert. Zunächst stünden erwartungsgemäß schmerzhafte Einschnitte im Vordergrund. Man müsse den Bürgern aber wieder Mut machen, "denn es gibt keinen Anlass zur Miesmacherei", sagte Kleinfeld.

Siemens ist der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland.

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