New Economy: Neue Todesliste der Dotcoms - DER SPIEGEL
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New Economy Neue Todesliste der Dotcoms

Eine Studie von Pegasus Research über die Firmen am Neuen Markt belegt: Die Hälfte der Nemax-50-Unternehmen sind Kapitalvernichter. 30 Firmen droht das Aus.
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Frankfurt am Main - Vor zehn Monaten sorgte eine Meldung aus den USA für Unruhe an den internationalen Wachstums-Märkten: Die Zeitschrift "Barrons" hatte eine Studie der amerikanischen Beratungsfirma Pegasus Research veröffentlicht, die als "Todesliste" bald in aller Munde war.

Nun hat das New Yorker Unternehmen erneut die Bilanzen von jungen Aktiengesellschaften unter die Lupe genommen. Die Experten analysierten im Auftrag der Zeitschrift "Capital" die Bilanzen von 300 Firmen am Neuen Markt. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf die Frage, wie es um die Liquidität der Unternehmen bestellt ist.

Das Ergebnis der Untersuchung: Knapp die Hälfte der Firmen sind als "Cash Burner" anzusehen, das heißt, die Summe ihrer Ausgaben übersteigt die Summe der Einnahmen. 30 dieser Unternehmen sind durch ihre Liquiditätsprobleme so bedroht, dass ihnen im Laufe der nächsten zwölf Monate der geschäftliche Exitus droht, bei einem Drittel der "Todes-Kandidaten" ist das Ende nach Einschätzung der Pegasus-Analysten sogar innerhalb von sechs Monaten zu erwarten.

Akut gefährdet sind demnach die Firmen Pixelpark, Netlife, Kleindienst, Gedys Internet und WWL Internet. Hier ist die so genannte Cash-Burn-Rate so hoch, dass innerhalb der nächsten zwei Monate Zahlungsunfähigkeit droht. Die Cash-Burn-Rate ist der Quotient der Ende 2000 vorhandenen liquiden Mittel, geteilt durch das durchschnittliche Monats-Ergebnis im vierten Quartal.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. Nach Analyse der Pegasus-Experten schreiben 160 der 300 untersuchten Firmen schwarze Zahlen. Besonders gut aufgestellt sind - auf Grundlage des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen - die Aktiengesellschaften D.Logistics, Kinowelt, Senator, Medion und SER Systems.

Cash-Burner und Cash-Earner

Die 10 Tops und 10 Flops auf der Capital-Liste: