Niedrigere Kosten: Uno prüft Job-Export nach Asien - DER SPIEGEL
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Niedrigere Kosten Uno prüft Job-Export nach Asien

Auch die Mitarbeiter der Vereinten Nationen sind vor den Unwägbarkeiten des globalisierten Arbeitsmarkts nicht gefeit: Aus Kostengründen gibt es in der Gemeinschaft Überlegungen, einige Abteilungen von New York in Billiglohnländer zu verlagern.
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New York - Vor allem die Vorteile einer Auslagerung von Verwaltungsbereichen in Niedriglohnländer würden geprüft, heißt es in einem Bericht zur Umstrukturierung der Vereinten Nationen, den Uno-Generalsekretär Kofi Annan noch heute vorstellen wird. Als neue Standorte kämen zum Beispiel asiatische Länder in Frage. China hat bereits Interesse an dem Projekt angekündigt.

Derzeit arbeiten im Uno-Hauptsitz in New York - wo sich die Generalversammlung, der Sicherheitsrat und der Wirtschafts- und Sozialrat befinden - etwa 4500 Menschen. Allein der Umzug etwa der umfangreichen Übersetzungsabteilung aus dem Hauptsitz in ein Billiglohnland würde dem Bericht zufolge jährlich 35 Millionen Dollar bringen. Trotz dieser Einsparungen rechnen Diplomaten infolge der notwendigen Investitionen zunächst allerdings mit Kosten von rund 500 Millionen Dollar.

In dem Bericht erwähnt Annan auch ein Paket von Abfindungen. Jeder Angestellte, der von der Management-Reform betroffen sei, solle 100.000 Dollar bekommen, heißt es. Annan schlägt in dem Dokument zudem ein neues Computersystem und mehr Befugnisse für sein Generalsekretariat vor. UN-Sprecher Dujarric betonte, die Mitarbeiter würden in die Umsetzung des Berichts einbezogen, wenn er erst von den Mitgliedsländer akzeptiert worden sei.

Beim Uno-Gipfel im September hatten Staatschefs aus aller Welt den Uno-Generalsekretär um einen Bericht zur Umstrukturierung gebeten. Die Gemeinschaft war zuvor von Skandalen um ihr Öl-für-Lebensmittel-Programm und die Vergabe von Verträgen erschüttert worden. Seit Monaten wird spekuliert, die Uno könnte einen Teil ihrer Arbeit durch externe Anbieter erledigen lassen.

ase/AP/AFP/rtr