Nobelmarken-Wechsel: Rolls-Royce-Chef setzt sich zu Alfa ab - DER SPIEGEL
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Nobelmarken-Wechsel Rolls-Royce-Chef setzt sich zu Alfa ab

Der englische Nobelkarrossenbauer Rolls-Royce, inzwischen unter der Herrschaft von BMW, kommt und kommt nicht in Fahrt. Die Limousine Phantom verkauft sich weit schlechter als geplant. Nun verliert Rolls-Royce wieder mal einen Chef - an die italienische Konkurrenz.
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Hamburg - Der bisherige Chef, Karl-Heinz Kalbfell, wird nach Informationen der "Financial Times Deutschland" neuer Chef der italienischen Sportwagenmarke Alfa Romeo. Er löse damit Daniele Bandiera ab, der seit Monaten in der Kritik stehe, meldet die Zeitung.

Kalbfell habe diese Informationen auf Nachfrage nicht kommentieren wollen. Er habe aber bestätigt, dass er in leitender Funktion zu einem anderen europäischen Autohersteller wechseln werde. "Die Entscheidung, dies zu kommunizieren, liegt aber bei dem Unternehmen, nicht bei mir", wird Kalbfell zitiert. "Es war meine ganz persönliche Entscheidung, wir trennen uns in aller Freundschaft."

Jagd nach dem Phantom

Kalbfells Wechsel kommt für BMW zu einer ungünstigen Zeit, wie die Zeitung schreibt. Der bayrische Automobilhersteller habe seine selbst gesteckten Ziele mit der Luxusmarke Rolls-Royce bis jetzt nicht erreicht.

Vom Phantom, der ersten unter BMW-Regie entwickelten Rolls-Royce-Limousine, setzte das Unternehmen im ersten Verkaufsjahr 2003 nur 300 Stück ab, wie es hieß. Die Planung liege bei 1000 Exemplaren pro Jahr. In diesem Jahr habe Rolls-Royce bis Ende September 485 Phantom verkauft, sagte ein BMW-Sprecher dem Blatt. Das Unternehmen sei jedoch optimistisch, bis zum Jahresende zumindest in die Nähe des geplanten Absatzziels zu kommen.

Kalbfells Vorgänger Tony Gott musste nach den Angaben wegen der schwachen Verkaufszahlen erst vor knapp einem halben Jahr seinen Posten abgeben. Der Marketingexperte Kalbfell sollte Rolls-Royce wieder auf Kurs bringen.