Nokia-Chef UMTS wird sich nicht verzögern
Helsinki - Der weltweit führende Handy-Hersteller Nokia Oyi hat im dritten Quartal diesen Jahres einen Gewinnrückgang erlitten. Der Nettogewinn sei im Jahresvergleich um rund 18 Prozent auf 760 Millionen Euro gefallen, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz fiel um sieben Prozent auf 7,05 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen jedoch wieder einen höheren Gewinn.
Den stärksten Gewinnrückgang verbuchte das Unternehmen im Bereich Netzwerke, der um 57 Prozent einbrach. Im Bereich Mobiltelefone ging das Ergebnis lediglich um sechs Prozent zurück.
Vorjahresniveau wird fast erreicht
In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC sagte Nokia-Chef Jorma Ollila, mit diesen Zahlen habe der Konzern trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds seine Marktführerschaft behauptet. Ziel von Nokia sei es weiterhin, sich einen Marktanteil von 40 Prozent zu sichern. Im vierten Quartal werde der Handy-Absatz um 25 Prozent über dem des dritten Quartals liegen. Damit werde das Vorjahresniveau beinahe erreicht, sagte Ollila.
Weiter erklärte der Nokia-Chef dass er trotz der wirtschaftlichen Abschwächung in Europa keine weiteren Verzögerungen beim Mobilfunkstandard UMTS erwarte. Durch den UMTS-Start in der zweiten Jahreshälfte 2002 oder Anfang 2003 würden sich auch die Margen im Netzwerkgeschäft verbessern, sagte Ollila. Mit einer ganzen Reihe von neuen Produkten, die noch in diesem Jahr oder in der ersten Jahreshälfte 2002 auf den Markt kommen sollen, werde auch das Handy-Geschäft weiter wachsen.
Die Nokia-Aktie stieg am Freitag in Helsinki zwischenzeitlich um 4,67 Prozent auf 21,98 Euro.