Nokia Kurseinbruch nach enttäuschenden Zahlen
Helsinki - Zwar sei die Zahl der ausgelieferten Mobiltelefone im zweiten Quartal um 34 Prozent gestiegen, teilte Nokia in Helsinki mit. Der Durchschnittspreis je Handy sei aber auf Grund starker Konkurrenz etwa von LG Electronics und Samsung auf 105 Euro gesunken. Im Vorquartal hatten die Finnen noch durchschnittlich 110 Euro erlösen können. Die operative Marge sank nach 13,7 Prozent im Vorjahr auf 12,5 Prozent.
Den Gewinn je Aktie im zweiten Quartal bezifferte Nokia am Donnerstag mit 0,18 Euro, nach 0,15 Euro vor Jahresfrist. Damit lag der Konzern am oberen Ende der im April selbst gesetzten Spanne. Analysten hatten jedoch im Durchschnitt mit 0,19 Euro gerechnet. Auch beim Vorsteuergewinn blieb der Mobiltelefon-Hersteller mit 1,11 Milliarden Euro hinter der Experten-Prognose von 1,22 Milliarden Euro zurück.
Für das dritte Quartal rechnet Nokia mit einem Gewinn je Aktie von 0,14 bis 0,17 Euro nach 0,15 Euro im Vorjahr und einem Umsatz von 7,9 bis 8,2 Milliarden Euro. Analysten hatten einen Gewinn von 0,2 Euro je Aktie und einen Umsatz von 8,16 Milliarden Euro erwartet.
Einziger Lichtblick: Auf Grund des Anstiegs bei den Auslieferungen erhöhte Nokia seine Branchen-Prognose für die Zahl der weltweit verkauften Handys im laufenden Jahr auf 760 Millionen Stück.