Nokia-Prognose: Mobilfunkmarkt verliert an Dynamik - DER SPIEGEL
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Nokia-Prognose Mobilfunkmarkt verliert an Dynamik

Die Zeiten stürmischen Wachstums auf dem Mobilfunkmarkt sind vorbei - jedenfalls nach Einschätzung des uneingeschränkten Marktführers Nokia. Für 2007 erwarten die Finnen "nur" noch ein Plus von bis zu zehn Prozent.
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Helsinki - Damit ist Nokia etwas zurückhaltender als der Marktforscher Gartner, der vergangene Woche für 2007 ein Absatzplus von mehr als zehn Prozent vorausgesagt hatte. Gartner hatte zugleich die Prognose für 2006 angehoben und erwartet wegen der starken Nachfrage in Schwellenländern ein Plus von 21 Prozent. Nokia geht davon aus, dass die Zahl der verkauften Handys 2007 in den Regionen Asien-Pazifik, China, Afrika und dem Nahen Osten um mehr als 15 Prozent zulegen wird, jedoch in Europa, Latein- und Nordamerika weniger als zehn Prozent.

Seinen eigenen Marktanteil von derzeit nahezu 35 Prozent will der finnische Konzern aber ausbauen, wie das Unternehmen mitteilte. Dazu sollen auch die heute vorgestellten neuen Modelle beitragen, darunter ein ultra-flaches Handy, mit dem Nokia den Konkurrenten Motorola mit dessen RAZR und Samsung entgegentreten will und das 2007 auf den Markt kommen soll. Für das Handy- und sein Multimedia-Geschäft erwartet Nokia nun eine operative Gewinnmarge von jeweils 17 Prozent nach zuvor 17 bis 18 Prozent.

Insgesamt peilt Nokia in den kommenden ein bis zwei Jahren im Konzern nur noch eine Umsatzrendite von 15 Prozent an nach zuletzt 17 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Grund sind die Anlaufkosten für das gemeinsam mit Siemens geplante Joint Venture für Netz-Infrastruktur. Nokia bekräftigte, dass in dem Gemeinschaftsunternehmen 10 bis 15 Prozent der Stellen wegfallen und Synergien von 1,5 Milliarden Euro erzielt werden sollen. Die Aktie reagierte auf den Ausblick mit einem Abschlag von zeitweise mehr als zwei Prozent.

mik/Reuters